Die High Line in New York im Herbst, zwischen Grün und Hochhäusern

🇺🇸 New York - High Line, Fifth Avenue und NBA-Derby im Madison Square Garden

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Zweiter Tag in New York und wohl der vollste der ganzen Reise. Nach unserer Ankunft in Manhattan am Vortag stehen Chelsea Market, die High Line, die Fifth Avenue, Grand Central und abends ein NBA-Spiel im Madison Square Garden auf dem Programm. Gute Schuhe einpacken: Wir waren fast nur zu Fuß unterwegs.

Aufwachen mit Blick auf die Skyline

Früh raus im Hyatt Place in Chelsea, die Skyline direkt vor dem Fenster. Unser erstes richtiges amerikanisches Frühstück: belgische Schoko-Waffel, Rührei, Würstchen und Bacon. Das hält bis zum Mittag.

Chelsea Market, eine ehemalige Keksfabrik

Erster Halt, ein paar Blocks vom Hotel entfernt: Chelsea Market. Die Markthalle liegt in einer ehemaligen Keksfabrik, genau dort, wo die Oreos erfunden wurden, und das Industrie-Ambiente ist großartig. Hummer, Ravioli, Pastrami-Sandwiches, Cupcakes: Hierher kommt man zum Essen und für einen Drink.

Wir waren etwas zu früh, die meisten Stände hatten noch zu. Macht nichts, so lassen sich am besten Fotos machen, und die High Line beginnt gleich nebenan.

Die High Line bis Hudson Yards

Wenn ihr in New York nur einen kostenlosen Spaziergang macht, dann diesen. Die High Line ist eine ehemalige Hochbahntrasse, die in einen schwebenden Park verwandelt wurde. Wir laufen sie komplett ab, von Chelsea Market bis Hudson Yards, weit weg vom Straßenlärm, und im Herbst sind die Farben traumhaft.

Unterwegs: Pflanzen, die die alten Schienen zurückerobern, Street Art auf roten Backsteinmauern, ein Blick auf das Empire State Building und erstaunliche Architektur. Wir kommen am blasenförmigen Lantern House von Thomas Heatherwick vorbei, am Gebäude von Zaha Hadid und an einem ziemlich schrägen rosa Brunnen in Form von Füßen.

Am Ende Hudson Yards. Hier muss man nach oben schauen: The Shed mit seiner gesteppten Fassade, die riesigen Türme von unten… fast bekommt man Nackenschmerzen, aber es lohnt sich.

Fifth Avenue, Rockefeller Center und St. Patrick’s

Mit der U-Bahn zum Rockefeller Center, dann ein Bummel über die Fifth Avenue, so etwas wie die Champs-Élysées von New York: Luxusboutiquen, ein PSG-Store, der NBA-Store und Souvenirs aller Art. Dazu diese großen weiß-orangen Schornsteine, die mitten auf der Straße dampfen. New York hat das größte Dampfheiznetz der Welt, in Betrieb seit dem späten 19. Jahrhundert, und die Schornsteine leiten den Dampf einfach über die Köpfe der Passanten ab.

Am Rockefeller Center wird gerade der große Weihnachtsbaum über der Eisbahn aufgestellt. Direkt gegenüber steht die neugotische St. Patrick’s Cathedral, gebaut zwischen 1853 und 1878: Der Kontrast zu den Glastürmen ringsum ist beeindruckend.

Trump Tower, die Louis-Vuitton-Koffer und Carnegie Hall

Weiter oben auf der Fifth Avenue gehen wir in den Trump Tower: ein Atrium aus rosa italienischem Marmor (Breccia Pernice), ein etwa 20 Meter hoher Wasserfall und sogar Bäume an der Fassade. An der Ecke zur 57th Street ist das Louis-Vuitton-Gebäude nicht zu übersehen, das während der Bauarbeiten als Stapel riesiger Koffer verkleidet ist. Ein Stück weiter kommen wir an der Carnegie Hall vorbei, dem legendären Konzertsaal von 1891.

Mittag im Brooklyn Diner, dann Grand Central

Mittagspause im Brooklyn Diner nahe dem Central Park: ein echter amerikanischer Diner im Stil der 1950er, mit Lederbänken, Rock’n’Roll, Burgern, Pastrami und Milkshakes. Danach Grand Central Terminal: Die Beaux-Arts-Halle mit ihrem bemalten Sternenhimmel und der berühmten vierseitigen Uhr ist den Umweg absolut wert.

Knicks - Nets im Madison Square Garden

Der Höhepunkt des Tages: das New Yorker NBA-Derby, New York Knicks gegen Brooklyn Nets, im Madison Square Garden. Nationalhymne, Pyrotechnik, Animation in jeder Auszeit, Cheerleader: Die Show findet auf den Rängen genauso statt wie auf dem Parkett. Die Knicks gewinnen 134 zu 98, mit 28 Punkten und 12 Rebounds von Karl-Anthony Towns. Die Tickets hatte ich etwa zwei Monate vorher über Ticketmaster gekauft, die offizielle Seite.

Times Square und Tacos zum Abschluss

Nach dem Spiel geht es zum Times Square und an den Broadway, nur ein paar Minuten zu Fuß. Riesige Bildschirme überall und unglaublich viele Menschen, ein bisschen wie in Tokio. Die Schlange vor Joe’s Pizza war viel zu lang, also beenden wir den Abend mit echten mexikanischen Tacos bei Taqueria by El Prieto: Tortillas und Hähnchen, kein Vergleich mit den Kilo-Tacos, die es in Frankreich gibt.

Praktische Infos

  • High Line: kostenlos, von der Gansevoort Street (bei Chelsea Market) bis Hudson Yards, etwa 2,3 km.
  • Chelsea Market: am besten zur Mittagszeit, wenn die Stände geöffnet sind.
  • NBA-Spiel im Madison Square Garden: Tickets über Ticketmaster, etwa zwei Monate im Voraus gebucht.
  • Grand Central Terminal: 89 E 42nd St, Eintritt frei.
  • Trump Tower: 725 Fifth Avenue, das Atrium ist frei zugänglich.