🇩🇪 Schnitzel mit Kartoffelsalat

🇩🇪 Schnitzel mit Kartoffelsalat

Schnitzel mit Kartoffelsalat ist eines der beliebtesten Gerichte in Deutschland. Ein dünnes, goldbraun in Butter ausgebackenes Schnitzel, ein lauwarmer Kartoffelsalat mit Brühe und Essig und eine Zitronenspalte: einfach, großzügig und richtig gut.

Ich habe es im April 2024 in Saarbrücken gegessen, kurz vor einem weiteren Besuch im Deutsch-Französischen Garten mit seiner kleinen Bahn, dem Weiher und den Schwänen. Saarbrücken liegt nur einen Katzensprung von meinem Zuhause in Lothringen (Moselle) entfernt, und dieses Gericht gehört zu meinen Klassikern, wenn ich über die Grenze fahre.

Hier ist die traditionelle Version: ein Schweineschnitzel Wiener Art und ein schwäbischer Kartoffelsalat ohne Mayonnaise, der schön schlotzig sein muss. Das Geheimnis: die Kartoffeln noch warm mit heißer Brühe übergießen und vor dem Servieren in Ruhe eine halbe Stunde ziehen lassen, damit sie das ganze Aroma aufnehmen.

Der Bericht zu diesem Tag: 🇩🇪 Saarbrücken - Franco-Allemand-Park

Das Rezept

Klassisches Rezept

Das traditionelle Rezept des Gerichts, nicht das des Restaurants, in dem ich es probiert habe.

Portionen
4
Vorbereitung
30 Min.
Garzeit
35 Min.
Ruhezeit
30 Min.
Gesamt
1 Std. 35
Schwierigkeit
Mittel

Zutaten

Kartoffelsalat

  • 1 kg festkochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 250 ml heiße Rinder- oder Gemüsebrühe
  • 4 EL Weißweinessig
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Zucker
  • 4 EL neutrales Öl
  • 2 EL Schnittlauchröllchen
  • Salz und Pfeffer

Schnitzel

  • 4 Schweineschnitzel aus der Oberschale (je ca. 150 g)
  • 80 g Mehl
  • 2 Eier
  • 2 EL Milch
  • 150 g feine Semmelbrösel
  • 200 ml neutrales Öl
  • 40 g Butter
  • 1 Zitrone, in Spalten geschnitten
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln mit Schale in einem großen Topf mit Salzwasser 20 bis 25 Minuten weich kochen. Abgießen, noch heiß pellen und in 3 bis 4 mm dicke Scheiben in eine Schüssel schneiden.
  2. Die Zwiebel fein würfeln. Mit Brühe, Essig, Senf, Zucker, 1 TL Salz und etwas Pfeffer in einem Topf aufkochen.
  3. Die heiße Marinade über die Kartoffeln gießen und vorsichtig mischen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen: Die Kartoffeln saugen die Brühe auf und der Salat wird cremig. Dann Öl und Schnittlauch unterheben und abschmecken.
  4. Inzwischen die Schnitzel zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legen und mit Nudelholz oder Plattiereisen auf 4 bis 5 mm Dicke klopfen. Von beiden Seiten salzen und pfeffern.
  5. Drei tiefe Teller vorbereiten: Mehl, mit Milch verquirlte Eier und Semmelbrösel. Jedes Schnitzel erst in Mehl, dann in Ei und zuletzt in den Bröseln wenden, ohne sie anzudrücken, damit die Panade locker bleibt.
  6. In einer großen Pfanne Öl und Butter auf etwa 170 °C erhitzen (ein paar Brösel sollten sofort brutzeln). Die Schnitzel einzeln oder zu zweit 2 bis 3 Minuten pro Seite ausbacken und dabei die Pfanne leicht schwenken, damit das Fett über die Oberseite läuft: So wirft die Panade schöne Wellen.
  7. Die Schnitzel auf Küchenpapier abtropfen lassen und sofort mit dem Kartoffelsalat und den Zitronenspalten servieren.

Tipps und Varianten

  • Mit Kalbfleisch statt Schwein wird daraus ein echtes Wiener Schnitzel. Aus Schweinefleisch heißt es korrekt Schnitzel Wiener Art.
  • Der Kartoffelsalat soll saftig und fast gebunden sein. Wirkt er nach dem Ziehen zu trocken, einfach noch etwas heiße Brühe dazugeben.
  • In manchen Regionen kommen Gurkenscheiben oder knusprige Speckwürfel in den Salat: ganz nach Geschmack.
  • Der Salat hält sich 2 Tage im Kühlschrank, sollte aber 30 Minuten vor dem Servieren herausgenommen werden. Das Schnitzel schmeckt frisch gebraten am besten.

Das Rezept dient nur zur Orientierung, passe es an deine Küchengeräte an: Zeiten und Temperaturen können abweichen. Achte auf Allergene (Gluten, Milch, Eier, Fisch, Meeresfrüchte, Schalenfrüchte, Sesam…) und auf frische Zutaten. Roher oder nicht durchgegarter Fisch, rohes Fleisch und rohe Eier werden Schwangeren, kleinen Kindern, älteren oder geschwächten Menschen nicht empfohlen. Vorsicht bei heißem Öl, beim Flambieren und mit Alkohol. Ich bin kein Gesundheits- oder Ernährungsexperte.